Sa-Uni SoSe 26 (03) Florack

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  • uploaded May 12, 2026

Prof. Dr. Ruth Florack (Professorin für Neuere deutsche Literatur, Universität Göttingen)
Oberflächlich, geistreich, arrogant: Stereotype des Franzosen in der deutschen Literatur

Der Franzose ist leichtfertig in der Liebe – so liest man von Martin Luther bis zu Daniel Kehlmann. Das ist nur eines der Wahrnehmungsmuster, die sich jahrhundertelang hartnäckig in der deutschen Literatur gehalten haben. Und nicht nur dort. Auch sind sie keine deutschen Erfindungen. Zudem gibt es nicht nur negative, sondern auch positive Stereotype des Franzosen. – Ein Blick in die Geschichte der Literatur zeigt, woher solche Stereotype kommen und welche Funktion sie in unterschiedlichen Textsorten erfüllt haben und bis heute erfüllen. Besonders interessant ist dabei die Literatur aus der Zeit vor den Kriegen des 19. und 20. Jahrhunderts. So ist etwa im Jahrhundert der Aufklärung manch ein Text von Frankreich inspiriert und spricht doch ganz selbstverständlich in Stereotypen von Land und Leuten. Das ist jedoch noch kein Indiz für Vorurteile. Denn Vorurteile und Stereotype sind zweierlei. 

Referent/in:

Prof. Dr. Ruth Florack (Professorin für Neuere deutsche Literatur, Universität Göttingen)