Herausforderung „Corona“ WS 20.21 03 Striet

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  • hochgeladen 9. Dezember 2020

Prof. Dr. Magnus Striet (Institut für Systematische Theologie, AB Fundamentaltheologie und Philosophische Anthropologie)
Theologie im Zeichen der Corona-Pandemie?

Nachdem im Jahr 1348 in Florenz die Pest gewütet und unzählige Menschen in den Tod gerissen hatte, riskierte es Giovanni Boccaccio in seinem „Decamerone“, von der „Grausamkeit des Himmels“ zu sprechen. Der Theologie von einem strafenden Gott konnte er nichts mehr abgewinnen. Auch danach registrierten immer wieder Intellektuelle, von Heinrich von Kleist über Georg Büchner bis hin zu Albert Camus, um nur einige wenige Namen zu nennen, dass herkömmliche theologische Denkfiguren kaum in einer plausiblen Weise erklären können, warum es zu Naturkatastrophen kommt, wo doch angeblich bei Gott nichts unmöglich und er die Liebe sein soll.
Anlässlich der derzeit grassierenden Corona-Pandemie ist ein eigentümliches Schweigen der Theologie zu beobachten. Hat sie nichts zu sagen? Die Kirchen und Religionsgemeinschaften reagieren mit Aktivismus, intellektuelle Deutungsangebote aber sind nicht zu verzeichnen. Der Vortrag wird Probleme eines theologischen Umgangs mit Naturkatastrophen aufdecken, aber auch einen spekulativen Ausblick wagen.

Referent/in:

Prof. Dr. Magnus Striet (Institut für Systematische Theologie, AB Fundamentaltheologie und Philosophische Anthropologie)


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