Die Luther-Auffassungen in der deutschen Geschichtsschreibung (1982)

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  • hochgeladen 12. Februar 2018
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    Im Jahr 1510 und 1511 unternahm der 27jährige Martin Luther im Auftrag seines Erfurter Konvents, in den er nach seinem Studium in Wittenberg zurückgekehrt war, seine folgenreiche Pilgerreise nach Rom. Dieses Ereignis im Kontext der Luther-Dekade 2008-2017 und natürlich auch der 450. Todestag Philipp Melanchthons, des „Praeceptor Germaniae“, an den im Jahr 2010 besonders gedacht wird, sind Anlass für die Universitätsbibliothek Freiburg, die Rede des Freiburger Historikers, Prof. Dr. Ernst Schulin, im Rahmen der „Reden des Monats“ zu diesem Zeitpunkt zu veröffentlichen. Schulin hielt seinen Vortrag über das Thema „Die Luther-Auffassungen in der deutschen Geschichtsschreibung“ auf der Tagung „Luthers Sendung für Katholiken und Protestanten“ am 21. Mai 1982 an der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg i. Br. In der hochkarätig besetzten Tagung sprachen neben Professor Schulin unter anderen auch Prof. Dr. Kurt Aland und Prof. Dr. Karl Lehmann. Lehmann, der ein Jahr nach der Freiburger Tagung Bischof von Mainz und wenige Jahre später Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz wurde, hatte die Tagung angeregt und besonderen Wert auf die Einbeziehung der katholischen Stimmen zu Luther gelegt. Deshalb wünschte er Schulins vergleichende Untersuchung über die Darstellung Luthers in der Geschichtsschreibung beider Konfessionen seit dem 16. Jahrhundert. Seither und besonders auch in den Gedenkfeiern der letzten Jahre werden diese Gesichtspunkte immer mehr berücksichtigt. Schließlich wollte die Freiburger Tagung des Jahres 1982 der Vorbereitung auf den 500. Geburtstag Luthers im Jahr 1983 dienen und stand insofern in der Tradition der Luther-Gedenkfeiern, die auch die gegenwärtige Luther-Dekade prägen.
    Referent/in: Ernst Schulin
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